Dienstag, 2. Dezember 2014

Absprachen und Gruppenarbeiten

Gruppenarbeiten sind im Studium immer wieder gefordert - in Referaten, Ausarbeitungen und manchmal ganzen Hausarbeiten. Damit soll die Teamfähigkeit gestärkt werden. Und ich muss leider sagen - ich bin kein großer Fan von Gruppenarbeiten. Ich habe bisher irgendwie noch keine erlebt, die so abgelaufen ist, dass ich sagen kann: Hey! So macht Teamarbeit Spaß! 
Zumindest noch keine Gruppenarbeit von Anfang bis Ende.... Der Entspannungstee mit dem Himbeerhonig kam immer irgendwann zum Einsatz. (Aber meistens erst nachdem ich wie ein Rumpelstilzchen durch die Wohnung gehüpft bin.) Ich bekomme dann immer gesagt: Das ist die Vorbereitung auf das Berufsleben. Aber jetzt mal ganz ehrlich - wenn das Berufsleben SO abläuft, dann kaufe ich mir demnächst im Teeladen die ganze Kiste Entspannungstee und werde jeden Tag drei Thermoskannen davon mitnehmen! Irgendwas ist immer - entweder besteht die Gruppe aus fünf Personen und drei davon sind solche Dickköpfe und die anderen beiden so diskussionsfreudig, dass jedes noch so kleine Detail bis zum letzten Pups ausdiskutiert wird, sodass man nach 2-stündiger Diskussion mit Kopfschmerzen nach Hause geht - aber ohne Ergebnisse - und meistens ist dann dabei irgendwas wichtiges nicht richtig kommuniziert wurde, sodass man eine Woche später, wenn man eigentlich über eventuelle Resultate sprechen möchte, wieder anfängt zu diskutieren, weil irgendwas nicht richtig gelaufen ist und es natürlich keiner gewesen sein will. Oder aber es entsteht einfach schlechte Stimmung in der Gruppe, die sich so hochschaukelt, dass es in einem heftigen Knatsch endet und im Anschluss keiner mehr miteinander spricht (hatte ich so Gott sei Dank noch nie, durfte es aber schon mal bei einer anderen Gruppe beobachten, was wiederum auch sehr amüsant ist, weil man sich dann nämlich denkt: Sprecht doch einfach vernünftig miteinander! Aber spätestens, wenn man dann wieder selber in der Gruppe sitzt und diskutiert, weiß man - nein, manchmal geht das nicht). 
Oder aber man sitzt in der Gruppe und hat drei graue Mäuse um sich sitzen. Auch geil! "Wollen wir das so und so machen?" Und als Antwort bekommst du leere Gesichter und ein schüchternes "Ich weiß nicht..." Du sitzt also da, strampelst dir mit Ideen und Vorschlägen einen ab und mimst den Alleinunterhalter - so viel zum Thema TEAM! 
Am besten ist am Ende immer der Satz: "Aber ich hatte das so verstanden..." Man geht mit verteilten Aufgaben aus einer Gruppendiskussion. Mit verteilten Aufgaben für das ... Referat und macht sich an die Arbeit. Und dann... eine Stunde vor dem Referat stellt man fest - geil, eine/r aus der Gruppe hat exakt das selbe ausgearbeitet, wie du selbst und sein Teil fehlt nun komplett. Antwort: Ich dachte, ich soll das machen?! Deswegen bin ich ein großer Fan von Protokollen, da muss keiner denken, sondern kann nachlesen! 
Schön sind auch Gruppenarbeiten in denen es zum Beispiel um die Ausarbeitung zu einem Text geht. Dann gibt es entweder den Fall, dass alle beteiligten ihren Teil am unwichtigsten fanden und deswegen jeder nur 3 Minuten Referat vorbereitet hat (was richtig toll ist, wenn man z.B. zu fünft eine Vorlesung von 90 Minuten füllen soll...) oder aber einer oder mehrere finden ALLES am Text extrem wichtig und wollen ALLES unterbringen (das wiederum ist meistens dann der Fall, wenn man zu fünft nur 15 Minuten hat und jeder allein schon 12 Minuten Vortrag ausgearbeitet hat...). Ich gebe zu ich gehöre manchmal zu beiden Sorten. Oder bilde eine dritte "Gruppe" - nämlich, die die in ihrem Primärtext nix verstehen und sich deswegen soviel Sekundärliteratur reinziehen, dass sie damit den Primärtext über drei Stunden erklären könnten. In Literaturwissenschaft mag das gehen, aber auch nur, wenn man viele Zeit hat und nicht nur ein Impulsreferat halten soll. Dann ist man aber auch wieder von der Gruppenarbeit genervt, weil man alles gelesene so spannend findet, dass man am liebsten alles erklären möchte - aber da stehen ja noch ein paar Leute mit vorne und wollen in den 10 gegeben Minuten auch noch was sagen, also muss man sein mühsam zusammengesuchtes Wissen wieder eindampfen und muss sich auf ein paar Erkenntnisse beschränken... um dann am besten in der Diskussion vor einem Kurs zu stehen, wo man mit leeren Gesichtern angeschaut wird oder aber die Hälfte in anderen Sachen vertieft ist, wo wir wieder bei dem Alleinunterhalter wären...
Und dann wird einem im Vorstellungsgespräch die Frage gestellt, ob man teamfähig sei? Und wenn man das alles vorher erlebt und überstanden hat ohne dauerhaft Bluthochdruck zu bekommen, sondern im Endeffekt immer lächelnd vor dem Kurs stand oder die Arbeit erfolgreich abgegeben hat, dann darf man da doch ruhigen Gewissens "ja" sagen oder? (Und sich den Nachsatz: "Aber ich verfluche Gruppenarbeiten" denken ;))

PS: Überträgt sich das eigentlich? Das "Rumpelstilzchen-Gen"? Wenn ja, na dann Gute Nacht! Wenn Mama schimpfend durch die Wohnung hüpft und der Papa auch öfters mal ein paar Flüche durch die zusammengebissenen Zähne schiebt und das Kind das auch bekommt.... Dann können wir bald ein Fernsehteam bei uns in Haus bestellen: "Willkommen bei den Rumpelstilzchens!"  :D

Mittwoch, 19. November 2014

Dummheit schwimmt oben...

Nachdem ich nun so langsam wieder in den Uni-Tritt gekommen bin und wenigstens ein bisschen meinen Rhythmus gefunden habe, habe ich auch wieder angefangen ein bisschen mehr Bewegung in mein immer runder werdendes Leben zu bringen. Am besten dafür geeignet soll ja bekanntlich schwimmen sein. Also habe ich mich letzten Dienstag zum ersten Mal in meinen Badeanzug geworfen (jaaaaa, er passt noch :D) und mich auf den Weg in das Uni-eigene Schwimmbad gemacht. Dort angekommen hat mich der Schwimmmeister erstmal darauf hingewiesen, dass "a Bademützepflischt" (Bademützen? Das heißt Badekappen! Diese Schwaben...) besteht und dass man erstmal für "a fünferle de Badepasch erwerbe muss." Nachdem ich ihm mit meinem charmantesten Lächeln mitgeteilt hatte, dass ich weder das eine noch das andere dabei hatte, gab er mir eine Leihbadekappe und ließ mich auch ohne Badepass ins Wasser - "aber nägschte Woch' s Geld mitbringe, gell?" Natürlich! 
Gestern machte ich mich also wieder auf dem Weg, diesmal mit meiner eigenen Badekappe und fünf Euro im Gepäck, woraufhin ich meinen "Badepasch" überreicht bekam - "aber immo schö vorzeige, gell?" Natürlich! In der Umkleide schlüpfte ich schnell aus meinen Klamotten in meinen Badeanzug und ab in das angenehm temperierte Wasser. Es war zwar etwas voller als in der Woche davor, aber man nimmt ja Rücksicht aufeinander und so konnte ich in aller Ruhe meine ersten 15 Bahnen ziehen. Man muss dazu sagen, dass dort wirklich alle sportlich schwimmen. Alle sind mit Badeanzügen oder engen Badehosen (in denen schwimmt es sich besser, als in den weiten, geblümten Sommerbadehosen) ausgestattet und niemand schwimmt senkrecht im Wasser oder quatscht. 
Wie gesagt, das ging die ersten 15 Bahnen so... Als dann drei "Männer" in buntgeblümten Badeshorts aus den Kabinen traten, die sich erstmal lauthals darüber lustig machten, wie dämlich man doch mit der Badekappe aussieht (kein Wunder, sie hatten sie... keine Ahnung so merkwürdig aufgesetzt, dass sie wirklich dämlich damit aussahen - die Haare über dem Nacken schauten noch raus, aber immerhin waren die Augenbrauen vor dem Wasser geschützt...), hätte ich bereits wissen müssen, was mir blüht. Natürlich drängten sie sich auf die Bahn von mir und meiner Mitschwimmerin und begannen hintereinander (senkrecht schwimmend!) eine Bahn zu ziehen. Ok - amüsant zum Anschauen, ein bisschen drumrum schwimmen muss man auch, aber eigentlich kein größerer Störfaktor. Dachte ich! Denn nach zwei Bahnen schienen die Herren schon so kaputt zu sein, dass sie sich im Nichtschwimmerbereich des Beckens verteilt auf zwei Bahnen niederließen und ... quatschten! Aber nicht nur so mal für ein zwei Minuten, um kurz wieder zu Atem zu kommen oder die Badekappen vernünftig aufzusetzen - nein! Sie hockten dort eine geschlagene halbe Stunde und blockierten vier Schwimmern den "Wendepunkt" auf den Bahnen. Auf das freundliche Bitten meiner Mitschwimmerin hin ein bisschen mehr Platz zum Wenden zu lassen oder mein bissiges Kommentar, dass sie sich Mutties normalerweise ins Café setzen zum Quatschen, kamen nur dumme Sprüche und sie stellten sich uns nur noch mehr in den Weg. Hoffnungslose Fälle auf ganzer Linie. Hin und wieder zogen sie noch ein, zwei Bähnchen - natürlich schön so verteilt, dass man rechts und links nicht an ihnen vorbeikam und selbst drunter durch tauchen wäre nicht möglich gewesen - wie gesagt, ihre Schwimmkünste reichten gerade einmal für senkrechtes Rudern im Wasser um vorwärts zu kommen. Arschbomben vom Startblock waren natürlich inklusive. Ich dachte wirklich, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, aber solche Typen übertreffen sich in ihrer Blödheit ja meistens nochmal selbst. Als ich schon mehr als genervt war und in ihrer Nähe nochmal extra mit den Beinen austrat (vielleicht trifft man ja "aus Versehen" empfindliche Stellen), fingen sie ernsthaft an, ihre Badekappen  wie Wasserbomben mit Wasser zu füllen und sie sich über den ganzen Nichtschwimmerbereich hinweg gegenseitig ins Gesichts zu werfen... Und spätestens, als sie damit in der Umkleide so lange weitermachten und laut grölten, bis selbst ich aus dem Wasser stieg, war mir klar: Dummheit schwimmt oben und geht nicht unter. Vielleicht existiert deswegen so viel davon...

Sonntag, 2. November 2014

Wenn alles einfach nervt...

Kennt ihr das, wenn einfach nichts passt oder alles irgendwie stresst und nervt? 
Ich hab grad drei solche Tage hinter mir! Ja, drei! Es ging Donnerstag schon los. Diese Woche stand ein Blockseminar auf dem Plan, das heißt ich musste auf meine schöne Zwei-Tages-Uni-Woche verzichten und ganze vier Tage in die Uni gehen! Ein Luxusproblem, ich weiß... An sich ist das ja auch ok, wenn das Blockseminar spannend ist und man was mit nimmt. Diese Woche ging es Donnerstag UND Freitag um Museumsbetriebe. Ich hab das Fach belegt, um das Modul endlich abzuschließen und weil ich dachte, ich hör mir mal was anderes an, als immer nur Theater - man weiß ja nie wo es hingeht... Nach diesen zwei Tagen bin ich mir sicher: AUF KEINEN FALL INS MUSEUM! Das Seminar ging beide Tage von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und ich habe NICHTS gelernt! Der Professor hat es geschafft in 16 Stunden, in denen er erzählt hat, einfach nichts zu erzählen. Er hat einfach nur gelabert und sich regelmäßig in irgendwelchen stinklangweiligen Anekdoten aus dem letzten Jahrtausend verloren. Ok... Zwischendrin hat er uns Kulturmanager noch als doof bezeichnet, weil wir eh nix richtig können und Betriebswirtschaft in Kulturbetrieben funktioniert eh nicht. Wie bitte??? Warum bitte sitzt du Vollhonk dann vor 30 angehenden KulturmanagerInnen??? Geh doch wieder zurück in dein Museum und sammle und bewahre deine  verstaubten Ansichten weiter! Aber bitte vermittle sie nicht - das ist nämlich der letzte Schwachsinn! Und genau wegen solchen Horsts, die irgendwo in der Kulturpolitik sitzen und Entscheidungen treffen, geht nichts voran und die Kulturlandschaft dümpelt weiter in die Krise! Mal lernen das Geld effizient einzusetzen? Neeeeein! Lasst uns lieber weiter jammern, dass die Museen keinen Anschaffungsetat mehr haben, um sich die Depots der zig Heimatmuseen mit noch mehr Kram voll zu stellen für den sich in 100 Jahren eh keiner mehr interessiert. Und nein! Die Töpfe und Schüsseln aus der Küche meiner Uroma halte ich nicht für historisch wertvoll! Die brauch man also auch nicht sammeln und bewahren und man muss auch nicht nachforschen, welcher Töpfer das hergestellt hat - das muss ich nicht wissen und ich glaube auch nicht, dass es meine Enkel irgendwann interessieren wird! Die Lagerkosten dafür können wir also sparen und in gut ausgebildetes Personal investieren! 

Ihr könnt euch vorstellen, wie froh ich war, als ich abends auf der Couch lag und den Halloweenabend mit Gummibärchen und Sherlock Holmes verbringen durfte.
Der Tag heute startete dann auch wirklich vielversprechend! Mein Schatz hat beim Kinderwagenkauf ein echtes Schnäppchen gemacht und die Einrichtung unserer Babyecke nimmt Konturen an. Doch dann kam die Nachricht von einer Freundin: Nachtflohmarkt in Stuttgart! 
In der großen Hoffnung auf weitere Schnäppchen, sagte ich also zu und das Elend nahm seinen Lauf. Im Spiegel meines Kleiderschrankes betrachtete ich mich in einem meiner Lieblingspullis, in dem ich mich mit dem derzeit stetig zunehmenden Bauchumfang sofort fühlte, wie eine Tonne. Oder ein großer Ballon, der nur darauf wartet zu platzen! Und das jetzt schon! Ich hab ja noch gut drei Monate vor mir!!! Meine Laune war erstmal runter, was auch ein Hanuta nicht unbedingt bessern konnte.
In Stuttgart angekommen, ärgerte mich das nächste Problem - die BH- Bügel fingen an zu reiben... Alle Frauen, die das schon mal erlebt haben, wissen wie sch*** unangenehm das ist! Für alle Männer - stellt euch einen Metallbügel unterm Sack vor, der sich bei jedem Schritt ein bisschen mehr in die Haut schubbert - das wollt ihr nicht!!!
Wenn ihr jetzt denkt: "Ach, auf dem Flohmarkt hat sie bestimmt was schönes gefunden, was die Laune wieder gehoben hat!" 
Nein! 
Dieser Flohmarkt bestand quasi nur auf Frauenklamotten, bei denen ich mich zum Teil fragen musste, ob es den Mädels hinter dem Stand nicht zu peinlich ist, diese Dinger überhaupt noch zu verkaufen. Und wenn Frauen Schnäppchen ahnen, dann werden selbst die zartesten kleinen Wesen zu echten Kampfmonstern. Da wird geschoben und gedrängelt und geschubst! Du stehtst gerade mal an einem Stand und schaust dir die süßen Ohrringe mit Blümchenmuster an? Ein shoppingsüchtiges Kampfweib entdeckt direkt daneben ein Objekt ihrer Begierde und schiebt dich einfach ohne Rücksicht auf Verluste zwei Meter zur Seite. Reichlich genervt, machten mein Schatz und ich uns nach einer halben Stunde auf den Weg zu den Essständen in froher Erwartung einer Bratwurst! Nix da! Es gab nur "Hippifraß", wie mein Schatz so schön sagt. Falaffel und Salat und Bio-Irgendwas. Bei der Frage, nach einer genauen Erklärung zu einem Getränk namens "Holunder" bekam ich die Antwort: "Irgendein Holunder-Malz-Gebräu. Und noch dazu ohne Alkohol!" Guuuut... Also dann doch Cola.
In der Innenstadt taten wir uns dann auch noch die Eröffnung einer neuen Hipster-Shopping-Mall inkl. Performance-Künstler an. Und... Ich studier zwar "was mit Kultur", aber ohne Mist... Der Typ hatte einen weißen Anzug an, hat sich dann mit Panzertape umwickelt, sich doppelseitiges Klebeband auf die Knie und die Brust geklebt und sich dann in dieses rote Pflanzengranulat gelegt, dessen Tüte er vorher pink angesprüht hat... Dann hat er es stundenlang durchs Publikum in Richtung Ausgang gekehrt... Ich bitte euch! Das ist doch keine Kunst? Oder was soll das? Dafür reicht auch mein Kunstverständnis leider nicht aus, aber wenn mir das jemand erklären kann - immer her damit! Für mich war es einfach eine sinnlose Aktion und die Frage von meinem Kumpel: "Ist das Kunst oder kann das weg?" konnte ich ihm eindeutig mit: "Das kann weg!!!" beantworten. 
Und dann sahen die da alle gleich aus! Dürre Männer mit Vollbärten in roten oder gelben Skinnyjeans, die dünne Gerippchenfrauen in Leggings und mit viel zu rotem Lippenstift hinter sich herzogen - natürlich immer das hippe Smartphone am Ohr oder in der Hand, weshalb sie einem beim Whats-App-Nachricht tippen übersehen und einen fast umrennen. Naja... Wenigstens wird man so trotz Tonnenumfang noch übersehen! Und nach so einem Tag freue ich mich gleich doppelt, in meiner normalen Wohnung aus Ikeamöbeln (und keinen zusammengestückelten aufgepimpten Vintagemöbeln) in mein normales Bett zu gehen und mich zu meinem normalgebauten und normaledenkenden Freund ohne kratzendem Busch im Gesicht zu kuscheln und ihn zu küssen ohne mir an einem Rauschebart die ungeschminkten Lippen aufzureißen! Und morgen werde ich Hosen waschen und mich darüber freuen, dass man bei uns noch erkennt, was Männerhose und was Frauenjeans ist! 
Na dann! Gute Nacht! 

Freitag, 24. Oktober 2014

Home, sweet home!

Diese Woche reg ich mich mal nicht auf. Ok, vielleicht nur ein kleines bisschen, aber nicht schlimm - keine Sorge also.
Nein, diese Woche steht für mich ganz im Zeichen der Heimat. Nach über acht Wochen Entzug von der guten Oberlausitzer Luft, meiner Familie und meinem guten alten Bett, hieß es gestern: Heimfahrt! Guuut! Heimfahrt heißt ja bei den Entfernungen: 10,5 Stunden Zug mit mindestens 4x umsteigen. Und damit man nicht erst Mitten in der Nacht zuhause ankommt, heißt das auch, dass der Wecker mal wieder zu Zeiten geklingelt hat, wo ich normaler Weise auf den Wecker schiele und mir denke: Sch*** Zeug! In zwei Stunden klingelt das Ding und ich muss aufstehen! Aber dieses Mal konnte ich es nicht beim Schielen belassen, sondern musste raus. Ins kalte Schlafzimmer. Und noch schlimmer ins kalte Bad! Da hatte mal wieder jemand die Heizung runter gedreht! Und ich "liebe" es, wenn ich in die Dusche steige und die Wanne ist kalt. Da friert man doch gleich an den Füßeln! Und wie hab ich doch letzte Woche bei meinem Super-Kurs gelernt: Die Füßchen müssen immer warm sein! Und nach der heißen Dusche, muss man wieder zurück ins kalte Schlafzimmer. Und ich darf mir dann immer von meinem Liebsten anhören: Ah! Ich darf wieder in der Sauna duschen! Danke mein Schatz! - Gerne, gerne, jeden Morgen nur für dich :-*
Und dann Frühstücken… ich liebe Frühstücken! Ich sitze gerne stuuuuuundenlang am Frühstückstisch, quatsche, nippe immer mal wieder an meinem Kaffee bzw. derzeit Kakao und blätter Kataloge durch oder tipp ein bisschen auf meinem Handy rum. Aber dazu muss es bitte schon hell sein und am besten 10 Stunden Schlaf hinter mir liegen. Gestern war es DUNKEL! Und kalt! Und dunkel! Und… es lagen irgendwie nur… vier Stunden schlaf hinter mir! (Ja, ich weiß, man sollte nicht zu einem Spieleabend gehen, wenn man am nächsten Tag stundenlang im Zug sitzen muss und dafür früh raus muss. Aber Taranteltango ist einfach ein geniales Spiel!!! Und wir haben wieder so viel gelacht!) Aber ich wollte von der Heimat erzählen. 
Als also alles fertig war und ich sogar mal pünktlich fertig war (Ja, mein Schatz war stolz auf mich!) sind wir los. Verkehrsmittel Nummer eins um 7.12 Uhr - der Bus zum Bahnhof! Hier muss man dazu sagen, dass die Busfahrer von Ludwigsburg ihre Führerscheine wahrscheinlich gewonnen haben! Jedenfalls fahren sie, wie die Irren. Mit Vollgas anfahren und oh hoppla die Ampel ist rot - Vollbremsung. Geil! Macht sich super, wenn einem morgens sowieso immer schon schlecht ist und die Luft in dem Bus es nicht unbedingt besser macht. Deswegen sprüh ich immer ein bisschen Parfüm in mein Tuch - damit ich in Bussen, auf öffentlichen Klos und wo es sonst noch überall stinken kann, etwas habe, wo ich rein atmen kann, um nicht alles voll zu speien.
Am Bahnhof angekommen - kam auch bald schon das zweite Verkehrsmittel: ein Regionalexpress nach Stuttgart. Ja auf den Stuttgarter Bahnhof - Stuttgart 21! (Mittlerweile glaub ich schon 23 :P ) Aber wir haben durch die Wahl des RE anstatt S-Bahn das Rumsuchen nach dem richtigen Gleis auf der Baustelle vermieden, sodass ich mich beim Yormas noch für einen Tee anstellen konnte und meinem Liebsten noch eine Süddeutsche Zeitung besorgen konnte. (Nein, dass konnte er nicht selber machen - er war Kofferverantwortlicher!) Und dann ging es auch schon in Verkehrsmittel 3: Der InterCity nach Nürnberg mit Nickerchen Nummer eins. (Irgendwann muss man den Schlaf ja mal nachholen!) In Nürnberg war das Umsteigen auch noch ganz entspannt! 20 Minuten um von Gleis 15 auf Gleis 21 zu kommen. War auch wirklich entspannt - ich hatte ja meinen Kofferverantwortlichen ;)
In Hof, nach Zug Nummer 4, war das dann schon stressiger. Da waren nur 3 Minuten Zeit, aber da mussten wir auch nur schräg gegenüber zum Zug gehen. Also auch - stressfrei. (Ist ja wichtig! Stress ist ja nicht gut…) Und in Dresden, nach Nickerchen 2 zwischen Zwickau und Chemnitz, war das Umsteigen auch entspannt - ausm Zug raus und gegenüber wieder rein. Und dann war auch schon die letzte Stunde angebrochen… Im Nachhinein muss ich sagen, war zwar sch***lang, aber irgendwie war niemand unterwegs über den ich mich aufregen könnte. Müsste ich mal meinen Liebsten fragen, weil ich habe, glaube ich, einfach zu viel geschlafen, als dass ich mich über irgendwas aufregen könnte….

In Ebersbach angekommen hat uns mein liebster Papi abgeholt und uns nach Hause gefahren. Zuhause gab es lecker Abendbrot und wir haben uns einen gemütlichen Abend gemacht. Heute war ich mit meiner liebsten Oma in der Stadt unterwegs und gleich geht's mit der ganzen Familie, also auch meinen liebsten Großeltern und mit meinem Onkel und Tantchen, zum Essen! Ich liebe sowas! Ich genieße es so sehr, wenn ich mal wieder alle meine Liebsten um mich rum habe und alle gesund, glücklich und zufrieden sind. Deswegen freu ich mich jetzt grad so sehr, dass es gleich los geht. Ihr seht… ich reg mich nicht nur auf. Ich genieße noch mehr die schönen Momente, wenn ich die Menschen um mich hab, die mir wichtig sind. 

Samstag, 4. Oktober 2014

Aufregung und Aufregung

Wie ihr ja wisst, rege ich mich gerne auf. Und auch sehr viel. Ja, ich weiß auch, dass das besonders in letzter und in nächster Zeit noch schlechter ist, als sonst eh schon, aber vielleicht werde ich ja irgendwann gelassener... Vielleicht. Ich bin Waage... also...
Aber es gibt ja nicht nur die Aufregung, bei der ich dann für meinen Teil durch die Wohnung springe, wie ein Rumpelstilzchen mecker und fluche und damit meine Mitmenschen belustige (oder die Kiefer aufeinander presse und mir die Fingernägel in die Handflächen bohre, weil es in dem Moment äußerst unangebracht wäre, wie ein Schlange aus der Haut zu fahren und laut zu zischen), sondern es gibt ja auch die positive Aufregung. Die, bei der man Herzklopfen hat und feuchte Hände bekommt, bei der man unsicher lächelt, nervös am Armband dreht und an den Fingernägeln kaut (oder an der Haut außen rum, weil die Nägel durch den Lack einfach zu hart sind, um daran zu kauen). 
Beide Sorte haben ich diese Woche erlebt.
Die positive Aufregung gestern Abend. Es war Uraufführung und Spielzeiteröffnung unter der neuen Intendanz. Und obwohl ich eigentlich nichts mit der Sache am Hut hatte - ich hab keine Proben gesehen, ich hab nichts für die Presse vorbereitet - war ich nervös. Ich würde mal vermuten, dass das an der Stimmung im Haus lag - immer hin haben alle anderen seit Wochen nur auf diesen Tag hingearbeitet. Dementsprechend ist auch die Anspannung größer und größer geworden. Und ich glaube, sie ist erst von allen richtig abgefallen, als der Erste im Publikum das neue Stück mit Applaus gewürdigt hat. Jedenfalls war auch ich nervös, bin durch mein Zimmer gewuselt wie angestochen. Sitzt das Kleid, sitzt die Frisur, hab ich meine Karte usw. Und als ich dann halb acht auf dem Rang stand und in den recht vollen Zuschauerraum geblickt habe, war ich doch beeindruckt - von dem Haus, der Stimmung (man hat auch dem Publikum angemerkt, dass sie neugierig sind auf das Neue) und von dem Bühnenbild in giftgrün. In dem Moment habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ich nicht Kopfschmerzen bekommen werde, wenn ich da den ganzen Abend drauf schauen muss. Aber ich hab keine Kopfschmerzen bekommen. Meine Nervosität ist schon von mir abgefallen, als der erste Schauspieler die Bühne betreten hat. Damit wurde ich ruhiger. Ein gewisser Rest blieb - ich wusste einfach wie viel Presse da war und wenn die Kritiken nicht so doll ausfallen, dann würde es schlechte Stimmung geben. (Die erste konnte ich schon lesen und sie war wirklich gut!)
Wie mir das Stück gefallen hat? Mh... schwer! Es hat den Nerv der Zeit getroffen, soviel steht fest. Aber es ist kein Stück, dass ich, wie Gut gegen Nordwind oder der Zauberlehrling auf dem Theaterkahn oder Romeo und Julia im Staatsschauspiel Dresden mit einem leuchten in den Augen weiter empfehlen würde. Ich bin schlicht weg kein Fan davon, wenn auf der Bühne zu viel gezeigt wird oder es zu sehr überspitzt wird. Ich muss keine ekstatisch tanzende Schauspielerin sehen, deren Bewegungen alles andere als natürlich sind. Und ich muss auch keinen Schauspieler auf der Bühne haben, der sich selbst befriedigt - auch wenn es nur gespielt ist. Vielleicht bin ich da sehr altmodisch, aber mir gefällt sowas einfach nicht. Ebenso wenig, wenn die Schauspieler nackt auf der Bühne stehen, oder ihr hautfarbenes Kostüm so durchnässt ist, dass sie auch gleich nackt hätten sein können. Leider ist das in der heutigen Zeit viel zu oft der Fall und desto mehr muss ich den Kopf schütteln, wenn sowas in der Presse als große Kunst hoch gelobt wird. Mit Nacktheit und permanenter Anspielung auf Sexualität wird die deutsche Theaterlandschaft auch nicht gerettet. Aber gut... genug der Theaterkritik.

Natürlich vergeht keine Woche in der ich mich nicht auch aufrege, im Sinne von Puls auf 180!
Das war diesen Donnerstag der Fall. Meine Vorgesetzte hat eine sehr eigenwillige Arbeitsweise. Bisher habe ich mich immer als chaotisch bezeichnet, mittlerweile wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Ihr Arbeitsplatz ist ein wilder Haufen von Zetteln, Mails, Fotos, Programmheften und den Leporelloentwürfen. Ein Glück, dass sie für ihr Telefon eine Halterung mit ausziehbarem Arm hat, sonst könnte sie wahrscheinlich schon längst nicht mehr ans Telefon gehen, weil es schon begraben wäre von Zetteln. Ihr Drucker steht auf meinem Schreibtisch, auf den sie sich auch sonst sehr gerne ausbreitet, weil da viel Platz ist - klar, ist ja auch aufgeräumt. Jedenfalls schiebe ich täglich den Haufen wieder zurück auf ihren Schreibtisch, um mir meinen reichhaltigen Platz zum Arbeiten zu bewahren. So, wie ihr Schreibtisch aussieht ist auch ihre Arbeitsweise - alles gleichzeitig, alles huschhusch, schnellschnell. Dass Sachen fix gehen müssen, kenn ich ja (Ja Omilein, das hab ich bei dir sehr gut gelernt), aber meine Oma macht sie trotzdem gewissenhaft. Ob sie das auch macht... weiß ich nicht so recht, bei ihrer chaotischen Art schwer vorstellbar. Aber vielleicht sind manche "Künstler" einfach so. Jedenfalls hab ich mein System und meine Ordnung und meine Arbeitsabläufe, die meistens in To-Do-Listen wieder zu finden sind. Jedenfalls saß ich Donnerstag gerade konzentriert dabei einen meiner Tagesordnungspunkte abzuarbeiten, als mir meine Vorgesetzte in ihrer üblichen Art mitteilte, dass ich das unbedingt erledigen muss, am besten sofort und ganz schnell. Und der Chef will das auch haben, er muss ja wissen, was so passiert. Und achja, sie habe mal die Ordnung in dem und dem Ordner geändert, so würde SIE sich ja jetzt viel besser reinfinden! STOP!
Erstens - ich hasse es, wenn ich einfach so ohne Vorwarnung aus einer Aufgabe gerissen werde, die zudem nicht wenig Konzentration benötigt, indem ich von der Seite ja fast angebrüllt werde. Zweitens - in MEINEM Ordner, herrscht MEINE Ordnung! Und da ich damit arbeiten muss, möchte ich auch, dass meine Ordnung da bestehen bleibt und nicht einfach nach x-belieben abgeändert wird. Und drittens - die Sache, mit der ich mich SOFORT beschäftigen sollte, stand an dem Tag eh noch auf meiner To-Do-Liste. Und wie jeden Tag hätte der Chef darüber auch die nötigen Informationen erhalten. Also alles zu seiner Zeit und bitte mit System. MIT SYSTEM! Und nicht einfach schnellschnell, weil sie der Meinung ist, dass es jetzt gerade passieren muss. Diese Gedanken sind natürlich sehr... nett jetzt formuliert, da schon wieder ein paar Tage hinter mir liegen. Aber glaubt mir, das was in diesem Moment durch meinen Kopf geschwirrt ist, war nicht gerade freundlich. Abends am Telefon habe ich mich dann ordentlich ausgelassen, worauf mein Schatz nur meinte: "Du musst langsam sprechen. Ich versteh sonst nicht, worüber du dich aufregst!" Ich hab's versucht, aber habt ihr schon mal versucht, langsam zu sprechen, wenn ihr auf 180 seid und am liebsten wild stampfen würdet, sodass bei dem unter euch, der Leuchter wackelt, weil euch dieser Sch***drecksmistf***k*** einfach so so so sehr aufregt, dass ihr einen hochroten Kopf bekommt und euch nach der 10 bis 20minütigen Schimpforgie erstmal hinsetzen müsst, weil ihr völlig aus der Puste seid? Na dann! Willkommen in meiner Welt! Auf die nächste Schimpfattacke!

Samstag, 13. September 2014

Endliche W O C H E N E N D E!!!!

In der Zeit, in der ich studiere, stehe ich meistens zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr auf, gehe von Montag bis Mittwoch in die Uni und Donnerstag bis Sonntag verbringe ich in Blockseminaren, mit Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Vor- und Nachbereitung. Da ist es meistens relativ egal, welcher Wochentag gerade ist - es gibt immer was zu tun. Aber trotzdem ist dieses Leben im Vergleich zum Arbeitsleben doch recht gemütlich, wie ich jetzt festgestellt habe.
Nachdem nun die ersten zwei Wochen Praktikum rum sind, gestehe ich: Ich liebe das Wochenende! Nicht, dass nichts zu tun wäre - ich muss noch Wäsche waschen, das Bad putzen, die Hausarbeit meines Liebsten lesen und... was am allerschlimmsten ist: meine eigende Hausarbeit ENDLICH mal zu Ende bringen. (Oder meldet sich jemand freiwillig? Es geht um die Rehdarstellungen von Franz Marc im werkbiografischen Vergleich. 12 Seiten sind schon geschrieben, 20 sollten es bitte werden...) Aber wenigsten komme ich nun nicht mehr mit den Wochentagen durcheinander - Freitag ist ein herrlicher Tag, denn da besteht die Aussicht auf AUSSCHLAFEN!!! Und jetzt verstehe ich auch, dass meine Mama lacht, wenn ich sage: Oooooh, morgen muss ich um 8.00 Uhr aufstehen, das ist voll zeitig! Inzwischen lach ich selber darüber, weil mein Wecker zur Zeit 6.00 Uhr klingelt. (Ok, Mama, ich weiß, da lächelst du immer noch ;)), aber für mich ist das, als würde man mich mitten in der Nacht aus dem Bett schleifen!!! Und dann gibt es da immer dieses Temperaturproblem - ich bin jemand, der bei offenem Fenster schlafen MUSS (!), sonst habe ich das Problem, dass es mir bei den derzeit vorherrschenden Temperaturen mit Decke zu warm ist und ohne zu kalt. Also Fenster auf, dann ist es einfach wirklich kalt, dann kann ich mich einmummeln bis unter die Nase. Und wenn es draußen noch kälter wird, dann wird die Bettdecke einfach dicker oder noch eine Decke drauf gelegt. So! Wenn dann aber unter der Decke die gewünschte Temperatur erreicht ist und man selig schlummert, gibt es zwei Störfaktoren. Entweder der Partner hat das Bedürfnis zu kuscheln oder kalte Füße oder Hände zu wärmen (Schatz, tut mir leid, aber meine Füße werden nur unter deiner Bettdecke warm!) und reißt damit irgendwo ein Loch in die sorgfältig abgedichtete Bettdeckenschlummerkuschelhöhle oder noch schlimmer: Man muss aufstehen. Dann überlegt man sich nachts schon mal, ob man jetzt wirklich dringend auf Klo muss oder testet nach dem Weckerklingeln erst mit dem großen Zeh die Raumtemperatur, um ihn dann wieder schnell einzuziehen, weil zum Aufstehen...brrrrr.... VIEL ZU KALT! Aber es hilft nichts. Einmal zu lange gesnoozt und der Morgen wird stressig! Jedenfalls... ich komm vom Thema ab...
Wo war ich... ach ja... beim Arbeiten.
Hat man dann erstmal den Temperaturschock überwunden, wird der morgendliche Blick in den Spiegel, von Wochentag zu Wochentag schlimmer - die Augenringe werden immer und immer dunkler. Nach der Dusche und dem Gang in das immernoch a***kalte Schlafzimmer (warum zum Teufel stellt man seinen Kleiderschrank eigentlich ind das kälteste Zimmer der Wohnung. Ist doch eigentlich dämlich! Und nein - ich kann meine Sachen nicht mit ins Bad nehmen, dann wären sie nach meiner Dusche leicht feucht... ich dusche sehr heiß, worauf hin mein Schatz immer ins Bad kommt und sagt: Ach, es ist wieder Saunazeit... und dann das rasieren sein lässt, oder es danach bei offenem Fenster machen muss, damit er im Spiegel was sehen kann.) folgt die erste wichtige Entscheidung des Tages: Was ziehe ich an? Dazu konsultiert man dann die Wetter-App und stellt vorsorglich auch das Radio an - zwei Meinungen sind besser als eine. Aus dem Radio plärren einem aber zwei furchtbar gut gelaunte Radiomoderatoren entgegen, wo man sich denken muss - ich brauche ca. zwei bis drei Stunden um morgens in diese Stimmung zu kommen! Ich will nicht wissen, wann DIE aufstehen müssen! Und hört doch bitte auf mich anzuschreien! Wenn man von denen dann auch endlich mal das Wetter erfahren hat, ist die Entscheidung der Unterwäsche, Socken und Hose oder Rock zumindest schon mal gefallen - dann muss man also nur noch wissen: dicke oder dünne Strumpfhose, Langarm- oder Kurzarmshirt, Cardigan oder Fleecejacke. Mein derzeitiges Problem bei dem Wetterbericht ist nur, wenn sie sagen im Süden Niedersachsens, besonders in dem und dem Gebiet wird es so uns so, aber in dem und dem Gebiet so, dann weiß ich nicht - in welches Gebiet gehört jetzt eigentlich Göttingen. Also lieber zu warm anzeihen - im Büro ist es sowieso immer kalt! Spätestens auf dem Weg zur Arbeit merke ich dann, ok passt, mist zu warm oder sch*** ist das kalt! 
Und dann... sitzt man ja eigentlich nur von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Büro am Rechner. Keine schwere körperliche Arbeit, keine Gruppenarbeiten, in denen man sich mit eigenwilligen Kommilitonen rumschlagen muss, keine kunstphilosophischen Texte, die von dem Dozenten lang und breit besprochen werden, in einer Art und Weise, dass es auch schon fast wieder ein kunstphilosophischer Text werden könnte und man sich denkt: Wovon zum Teufel redet die da eigetlich? Und trotzdem verlasse ich gegen Abend das Büro und bin so richtig knülle! Fertig! Bettreif! (Ja, ich habe schon mehrfach überlegt, direkt nach der Arbeit schlafen zu gehen, aber meistens habe ich noch Hunger und brauch noch ein paar Folgen einer amerikanischen Sitcom, um abzuschalten.) Und das nur vom am Rechner sitzen und arbeiten. Und weil ich ja eine fleißige Studentin bin (*hüstel*), habe ich mich diese Woche sogar an ZWEI Abenden noch hingestetzt und an meiner Hausarbeit geschrieben.
Deswegen war ich gestern Abend, als ich das Büro verlassen hab zum einen Überglücklich (jaaaaaaa! Wochenende!!! Geil!!! Morgen klingelt kein Wecker!!!! Schöööön!!!! Heute Abend kannst du lesen, bis du einschläfst und musst nicht um halb zehn denken: So jetzt aber Weg damit. Morgen gehts wieder zeitig raus!) und zum Anderen natürlich auch traurig. Meine zwei Wochen bei den "Händels" sind nun schon wieder rum und es war wirklich schön. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe wirklich wahnsinnig viel gelernt und das Team ist einfach super. Alle sind wirklich lieb und nett und das Klima ist auch sehr familiär. Ich arbeite ja gerne in so einem Klima, das macht mehr Spaß. Deswegen war und bin ich ja so gerne auf dem Theaterkahn. Aber so eine Stimmung wie dort, gibt es kein zweites Mal und ich werde wahrscheinlich alles kommende auch damit vergleichen.
Und nun bin ich sehr gespannt, was mich ab Montag erwartet. Das DT ist nun nochmal eine ganz andere Hausnummer - ein großes Theater mit ... ich weiß nicht, wievielen Mitarbeitern. Ich bin wirklich schon sehr neugierig und kann absolut nicht abschätzen, wie es dort sein wird. Aber - keine Angst - ich werde berichten!
So... nun setze ich mal eine Waschmaschine an und setze mich dann an meine Hausarbeit (oder... hat sich jemand gefunden? Ich möchte keinem etwas wegnehmen, dass er mir unbedingt abnehmen möchte! Nein? ... Verdammt!)
Bis ganz bald aus meinem kalten Zimmer (warum heizt diese blöde Heizung heute nicht?)

Sonntag, 7. September 2014

Wie schnell doch eine Woche vergeht...

"Ich werde heute Abend Sims spielen"
"Aber heute kommt doch Tatort! Der soll gut sein!"
"Ach... heute ist schon Sonntag..."

Ja ja... immer diese studentische Wochentagsverwirrung. Normalerweise geht es mir nur so, wenn ich mich in meinem Arbeitszimmer verkrieche und Hausarbeit schreibe. Dann weiß ich meistens nicht mehr welcher Tag eigentlich ist und stand auch schon vor einem verschlossenen REWE, woraufhin ich mich gewundert habe, warum der mitten in der Woche geschlossen hat.
Diese Woche liegt es wahrscheinlich eher nicht an der Hausarbeit (ja, an der habe ich dieses Wochenende sogar mal fleißig geschrieben, Hälfte ist fast geschafft), sondern einfach daran, dass die Zeit irre schnell vergangen ist.
Das Praktikum macht auch noch nach einer Woche wahnsinnig viel Spaß und ich hab in dieser Woche wirklich irre viel gelernt. Nicht nur fachlich, sondern auch über mich selber. Ich hab zum Beispiel mehrfach die Zeit vergessen und dann festgestellt, dass ich schön längst Feierabend gehabt hätte, aber ich war so in die Arbeit vertieft, dass ich einfach gearbeitet habe. Und dass ich pure Rechnerarbeit nicht mag - klar heutzutage läuft alles über die Flimmerkiste, aber das ist auch echt anstrengend. Gerade, wenn es um das Layout des Pressespiegels ging und ich den ganzen Tag nur rumgeklickt habe, war ich abends sogar direkt froh, dass ich kein Internet hatte und ich so mich ins Bett legen konnte und mein Buch gelesen hab (in dem ich an manchen Stellen ein bisschen mit den vielen Namen und Abkürzungen kämpfe und noch nicht so richtig herausgefunden habe, worauf Kathy Reichs in ihrem vierten Buch eigentlich hinaus will. Hälfte ist geschafft, es bleibt spannend!).
Ja... die Sache mit dem Internet. Ich musste eine Woche darauf verzichten, wodurch man sich schon ganz schön von der Welt abgeschnitten fühlt, aber die Zeit, die man sonst vorm Rechner hängt, mal dazu nutzt, zu lesen. Gestern habe ich dann aber - durch Zufall beim Putzen - die W-LAN-Box entdeckt, samt Passwort und kann so nun auch wieder bloggen. (Den letzten Blog habe ich veröffentlicht, in dem ich mein Handy als Hotspot benutzt habe und somit mein gesamtes Datenvolumen für September verbraucht habe. Jetzt hab ich nur noch Schnecken-Internet auf meinem Handy, was das Wegsuchen in der Stadt manchmal echt schwer macht!) Jedenfalls ist es schön, wieder mit der Außenwelt zu kommunizieren, auch wenn ich in der nächsten Zeit nicht auf mein Buch zugunsten von irgendwelchen amerikanischen Sitcoms verzichten werde! So hab ich mir das zumindest vorgenommen - hat dieses Wochenende schon mal schlecht funktioniert! Gestern saß ich nach dem Putzen dann doch wieder vorm Rechner und heute... naguuut heute war ich ein bisschen in der realen Welt unterwegs.
Nach dem Frühstück mit meiner netten Kollegin, hab ich noch einen laaaaangen Spaziergang durch Göttingen gemacht und ein paar Eindrücke eingefangen.


Göttingens Häuser sind einfach süß - mal groß, mal klein und immer irgendwie schief :D












Das ist das "Gänse-Liesl". Wenn man in Göttingen seine Promotion bestanden hat, dann wird man dahin gezogen (in einem Bollerwagen), muss raufklettern, ihr Blumen überreichen und sie küssen. Man sagt deshalb, sie ist die meistgeküsste Jungfrau der Welt.

Das ist das süße Café vom letzten Mal! Ich hab es wieder gefunden und der Kaffee ist sehr sehr lecker!



Und diese süße Bank steht davor. Ich hab schon zu meinem Liebsten gesagt: "Die nächste Wohnung muss einen so großen Flur haben, dass eine solche Bank dahin gestellt werden kann. Schön, mit ein paar Röschenkissen..." ;) 


Und wo wir schon bei Röschen sind - in einem Laden gibt es NUR Sachen mit Rosen drauf - Geschirr, Kannen, Stoffe, Dosen. Leider sehr teuer. Trotzdem so eine schöne Thermoskanne - die würde mir schon gut gefallen. Ich hab ja bald Geburtstag... ;) 
 
 Und nochmal ein großes Göttinger Haus. Die Stadt ist einfach wirklich, wirklich schön und die Menschen hier sind auch super nett und so herzlich! 

Nach meinem Spaziergang habe ich erstmal in aller Ruhe Zeitung gelesen - das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht. Leider gibt es in der Küche hier keine Kaffeemaschine, sonst hätte ich mir einen großen Milchkaffee gegönnt und hätte heute wahrscheinlich keinen einzigen Satz mehr an meiner Hausarbeit geschrieben, aber so... war ich vorhin doch noch ein bisschen fleißig ;)


So... nun werde ich mir mal Abendbrot machen. Noch einen schönen Restsonntag euch :D

... und der Tatort heute soll wirklich gut sein! :D




Dienstag, 2. September 2014

Ein Praktikum... mal wieder.

Ja, es ist mal wieder soweit. Ich hab meinen Koffer gepackt und bin in eine andere Stadt gegangen, um mich praktisch weiterzubilden. Diesmal ist es Göttingen für sechs Wochen. Ja, nur sechs Wochen. Das hat das Institut ganz prima konzipiert - wir haben im Prinzip zwei Semesterferien Zeit, dieses Pflichpraktikum zu absolvieren. Entweder in den sechs Wochen zwischen dem ersten und dem zweiten Semester oder innerhalb der 10 Wochen zwischen dem zweiten und dem dritten. Dann muss es aber auch gemacht sein! Wann man da die Hausarbeiten schreiben soll, die man auch bis zum Ende des dritten Semesters brauch, um mit den daraus resultierenden Punkten die Masterarbeit zu schreiben - darüber hat sich glaube ich keiner einen Kopf gemacht. Die Studenten machen das schon! Gut.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Semester hatte ich mich gegen das Praktikum und für die Hausarbeit entschieden, was ich dann schon wieder bereut habe, als ich mich kurz danach für den Sommer bewerben musste. Aber welches Theater hat im Sommer schon offen? Sommerpause! Super Sabrina! Heldenhaft gelöst! 
Aber nach einigem hin und her war Land in Sicht - durch die Kooperation des Instituts mit dem DT waren hier vier Wochen Praktikum möglich. Leider nur vier. Sechs sind Pflicht. Aber meine Chefin ist ja nett und war auch mal Studentin und konnte mich deswegen noch zwei Wochen bei den Händel-Festspielen unterbringen. Also stand für das Praktikum Göttingen fest. Nun gut!
Gestern ging es also los! Zu wirklich humanen Zeiten, zu denen ich sonst auch aufstehe (allerdings nur, um kurz im Bad zu verschwinden und dann wieder im warmen Bett zu verschwinden!), klingelte also mein Wecker. 4.30 Uhr! Aber mit Kaffee und viel frischer kalter Luft ging das schon. Pünktlich 5.15 Uhr konnte ich mich dann also mit Sack und Pack (was jetzt nicht gerade wenig und leicht war!) auf dem Weg zum Bus machen. Wie gesagt pünktlich! Aber der Bus war überpünktlich, sodass ich ihm doch hinter her rennen musste und demnach schon fix und fertig im Bus ankam. Ich liebe es, wenn ich um diese Uhrzeit schon im Stress bin. Gott sei Dank rettete mich der Yormas am Bahnhof und konnte mich auch zu dieser nachtschlafenden Zeit schon mit Früchtetee und einem Tomate-Mozarella-Baguette versorgen. Wenigestens etwas Gutes an diesem Morgen. Der weitere Weg verlief erstmal wie geplant: Koffer, Tasche und Rucksack in den ersten Zug wuchten, den erstbesten Platz suchen und feststellen, dass die Bahn immer durch die Pampa fährt und somit mein schickes Telefon mir sagte: Kein Netz! -,-
In Würzburg angekommen - Koffer, Tasche und Rucksack aus dem Zug rauswuchten, feststellen, dass es weder einen Aufzug noch Kofferbänder gibt (ich hasse die Deutsche Bahn!), also alles die Treppe runter, beim passenden Gleis wieder rauf und alles rein in den ICE. Platz gesucht und weiter gehts. Im ICE habe ich dann angefangen die Pflichtlektüre fürs nächste Semester zu lesen (ja, man erkläre mich für verrückt) und hätte dabei fast verpasst, mich aufs aussteigen vorzubreiten. 
In Göttingen angekommen wurde mir der Weg vom Gleis (hier gab es einen Aufzug) zum Busbahnhof zur Ewigkeit. Schon nach wenigen Metern verfluchte ich meinen Koffer, meinen Rucksack und meine kleine, aber schwere zusätzliche Tasche, weil ich schon Schwielen an den Händen hatte. Aber im nachhinein betrachtet, war da noch alles in Ordung.
Nach dem ich auch die Odysee des Schlüsselholens hinter mir hatte - nein das möchte ich jetzt wirklich nicht nochmal in mein Gedächtnis rufen - stand ich also vor dem Haus in dem sich mein Zimmer befinden sollte. Gut. Koffer rein in den Hausflur und mit Tasche und Rucksack auf nach oben. Noch eine Treppe und noch eine und noch eine... nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl ich besteige das Empire State Building und ließ meine Tasche "zurück". Und tatsächlich: mein Zimmer war GANZ OBEN! Und natürlich musste alles noch da hoch. Dementsprechend fix und fertig und durchgeschwitzt war ich, als ich alles in meinem bescheidenen Zimmerchen hatte. (Ja, bescheiden und Preisträger für Gemütlichkeit wird es auch nicht, aber es hat ein Bett einen Tisch und... einen Schrank. Immerhin) Also kurz frisch machen und dann ab zur Praktikumsstelle!
Dazu kann ich nur sagen, dass es mir nach zwei Tagen schon so richtig Spaß macht! Das Team ist so nett und ich lerne noch richtig viel dazu. Ich bin meiner Chefin vom DT dafür super super dankbar, dass sie mich an die Händelfestspiele vermittelt hat, denn es ist wirklich toll dort.
Inzwischen hab ich auch ein bisschen was von Göttingen gesehen und es ist auch eine echt schnuckelige Stadt - die vielen Gässchen und schiefen Häuser. Herrlich. Ich hab mich natürlich auch schon ordentlich verlaufen, aber dank meines Telefons wieder gut nach Hause gefunden. Ich bin sehr gespannt, was in den nächsten fünfeinhalb Wochen noch so alles auf mich zu kommt, aber in diesem hübschen Städtchen lässt es sich aushalten. Am Wochenende werde ich das süße Café ausprobieren (sofern ich es wiederfinde) und mir alles in aller Ruhe ansehen. Ich werde euch auf jeden Fall berichten - hab ja abends jetzt Zeit, so ohne Fernseher :D

Donnerstag, 22. Mai 2014

Nörgel, nörgel, ningel, ningel, MECKER!

Sie nerven mich einfach unendlich! Ich reg mich stundenlang über sie auf! Irgendwann bekomm ich Bluthochdruck wegen denen! Von wem ich schreibe? Von den ewigen Meckerern, Nörglern und Ningelliesen. Es gibt davon einfach wahnsinnig viele auf der Welt und irgendwie hab ich das Talent, dass ich regelmäßig mit ihnen etwas machen muss. Am liebsten sind mir die von der Sorte:

"Ja, hier hier ich! Ich will das machen!" Bei Teamsitzungen: "Ja, das ist ok. Nein, ich hab dem nichts hinzuzufügen." Scheinbar alles schick, alles schön. Und dann - bääähm! Bekommste die Ohrfeige. Dann wirst du entweder vor der größeren Gruppe angekackt, dass alles scheiße ist (was 10 Minuten vorher noch super war) oder - was ich noch viel schlimmer finde - über facebook oder per Mail. Dann wird gemeckert und geschimpft und ach... alles mal rausgelassen. Man bekommt Sachen an den Kopf geknallt, die man entweder schon lange geklärt hat oder aber, die mit der jeweiligen Person gar nichts zu tun haben, weil es zum Beispiel beim Projekt gar nicht in den Aufgabenbereich fällt. Und dann sitzt du da, bist natürlich erstmal sprachlos und denkst dir nur so: Bitte was? Wie war das gerade? Wenn das dann vor einer großen Gruppe passiert, kann man zum einen wenigstens etwas antworten oder jemand anderes schlägt sich auf deine Seite. Im Internet bist du auf dich allein gestellt. Da ist der Mut des Meckeres und Nörglers größer. Da holt er etwas weiter aus und macht sich noch mehr Luft. Klar ist ja auch leichter, weil man dem anderen nicht gegenüberstehen muss, ihn nicht ansehen muss, er nichts erwidern kann. Solche Nachrichten, Mails oder Posts gehen meist dann auch (weit) unter die Gürtellinie. Wie ich auf sowas antworte? Meistens gar nicht! Meistens läuft es so ab, dass ich mich erstmal richtig aufrege. (Mein Liebster ist dann immer live dabei und findet das des öfteren auch witzig, wenn ich mit einem halben Tobsuchtanfall durch die Wohnung renne und vor mich hin meckere!) Wenn die Wut auf ihrem Höhepunkt ist verfasse ich eine saftige Antwort, die ich dann aber NIE abschicke, weil dann a) die Wut schon abgeklungen ist und b) ... naja, dann wäre ich ja genauso und das will ich eigentlich nicht. Meistens bin ich dann noch ein zwei Tage auf diejenigen ziemlich schlecht zu sprechen oder aber ich sprech sie selber darauf an und versuche es zu klären, was meistens ganz gut funktioniert, weil solche Meckerer im persönlichern Vier-Augen-Gespräch, wieder so sind wie anfangs - lieb, nett und verständnisvoll. Macht es aber nicht unbedingt besser. Es dauert meistens nicht lange und sie holen zum nächsten Angriff aus, der dich dann wieder genauso trifft, weil man ja doch gehofft hatte, dass es nun anders läuft. Worüber ich mich dabei aber immer am meisten aufrege ist der Fakt, dass sie zwar meckern und alles schlecht finden, was man gerade macht, aber in 99% der Fälle mangelt es dann an produktiven Lösungsvorschlägen oder an Eigeninitiative. Meckern ist ja ok - mach ich ja auch, wie man hier sieht - aber dann sollte man auch mal anpacken und sagen: "Hey, lasst es uns doch so machen!" Dann sind Meckerer auch zu ertragen ;)

Montag, 21. April 2014

Wohin mit dem Körperteil?

So... nachdem ich ein halbes Jahr nichts geschrieben hab, kommt nun ein Post aus der Nacht. Es ist halb zwei, ich bin hundemüde, hab schon zwei Klamottenkataloge durchforstet (und dabei ein zauberhaftes Kleid mit Vögelchen drauf gefunden) und nun liege ich wieder neben meinem selig schlummernden Freund im Bett und tippe auf meinem Handy auf der Mini-Winz-Tastatur (auf der ich immer auf M komme, anstatt auf Löschen und die sowieso eher die Buchstaben einfügt, die ich nicht brauche, wodurch das ganze gleich doppelt so lange dauert...) einen Post.
Und warum? Weil ich nicht weiß, wohin mit meinem Arm!!! Ich bin ein Seitenschläfer Richtung Bettkante (ja, es gibt auch Seitenschläfer Richtung Bettmitte!)
Und für Schläfer wie mich, wurden schon unzählige Varianten an Kissen auf den Markt gebracht, damit wir gut schlafen: Seitenschläferkissen als lange Rolle, Wasserkissen, die man je nach Bedarf befüllen kann, schmale Kissen, ergonomische Kissen für eine gerade Wirbelsäule.... Ich hab und hatte sie alle! Schön und gut, aber mein Arm auf dem ich liege (soeben links) stört! Wenn ich ihn aus dem Bett hängen lasse, schläft die Hand ein, wenn ich die Hand unter den Kopf schiebe bringt mein Superkissen für die gerade Wirbelsäule nix mehr, die Bettdecke umarmen geht auch nicht - ich hab eine Sommerdecke und die ist somit zu dünn... zu wenig zum Umarmen aaaarggghhh! Also denkt man an allerlei Zeug: Mh, ich muss noch die Poetik lesen. Ach, und der Vortrag muss auch nächste Woche fertig sein. Was könnte man Freitag nach dem Brunch unternehmen? Was schreib ich in die Bewerbung für Leipzig? ... Fragen über Fragen, Grübeleien über Grübeleien... und die Zeit vergeht und meine Möglichkeit zu schlafen verringert sich von Minute zu Minute (ich schätzte gegen 8.00 Uhr gibt es Ostermontagsfrühstück, da bleiben mir noch 6h...) Irgendwo draußen feiert jemand eine Party und ich versuche zwischen den begrübelten Fragen rauszubekommen, welche Musik da läuft...
Und mein Liebster liegt neben mir und gibt einen zufriedenen Schnarcher von sich! Na dann... Gute Nacht!