Samstag, 13. September 2014

Endliche W O C H E N E N D E!!!!

In der Zeit, in der ich studiere, stehe ich meistens zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr auf, gehe von Montag bis Mittwoch in die Uni und Donnerstag bis Sonntag verbringe ich in Blockseminaren, mit Hausarbeiten, Gruppenarbeiten, Vor- und Nachbereitung. Da ist es meistens relativ egal, welcher Wochentag gerade ist - es gibt immer was zu tun. Aber trotzdem ist dieses Leben im Vergleich zum Arbeitsleben doch recht gemütlich, wie ich jetzt festgestellt habe.
Nachdem nun die ersten zwei Wochen Praktikum rum sind, gestehe ich: Ich liebe das Wochenende! Nicht, dass nichts zu tun wäre - ich muss noch Wäsche waschen, das Bad putzen, die Hausarbeit meines Liebsten lesen und... was am allerschlimmsten ist: meine eigende Hausarbeit ENDLICH mal zu Ende bringen. (Oder meldet sich jemand freiwillig? Es geht um die Rehdarstellungen von Franz Marc im werkbiografischen Vergleich. 12 Seiten sind schon geschrieben, 20 sollten es bitte werden...) Aber wenigsten komme ich nun nicht mehr mit den Wochentagen durcheinander - Freitag ist ein herrlicher Tag, denn da besteht die Aussicht auf AUSSCHLAFEN!!! Und jetzt verstehe ich auch, dass meine Mama lacht, wenn ich sage: Oooooh, morgen muss ich um 8.00 Uhr aufstehen, das ist voll zeitig! Inzwischen lach ich selber darüber, weil mein Wecker zur Zeit 6.00 Uhr klingelt. (Ok, Mama, ich weiß, da lächelst du immer noch ;)), aber für mich ist das, als würde man mich mitten in der Nacht aus dem Bett schleifen!!! Und dann gibt es da immer dieses Temperaturproblem - ich bin jemand, der bei offenem Fenster schlafen MUSS (!), sonst habe ich das Problem, dass es mir bei den derzeit vorherrschenden Temperaturen mit Decke zu warm ist und ohne zu kalt. Also Fenster auf, dann ist es einfach wirklich kalt, dann kann ich mich einmummeln bis unter die Nase. Und wenn es draußen noch kälter wird, dann wird die Bettdecke einfach dicker oder noch eine Decke drauf gelegt. So! Wenn dann aber unter der Decke die gewünschte Temperatur erreicht ist und man selig schlummert, gibt es zwei Störfaktoren. Entweder der Partner hat das Bedürfnis zu kuscheln oder kalte Füße oder Hände zu wärmen (Schatz, tut mir leid, aber meine Füße werden nur unter deiner Bettdecke warm!) und reißt damit irgendwo ein Loch in die sorgfältig abgedichtete Bettdeckenschlummerkuschelhöhle oder noch schlimmer: Man muss aufstehen. Dann überlegt man sich nachts schon mal, ob man jetzt wirklich dringend auf Klo muss oder testet nach dem Weckerklingeln erst mit dem großen Zeh die Raumtemperatur, um ihn dann wieder schnell einzuziehen, weil zum Aufstehen...brrrrr.... VIEL ZU KALT! Aber es hilft nichts. Einmal zu lange gesnoozt und der Morgen wird stressig! Jedenfalls... ich komm vom Thema ab...
Wo war ich... ach ja... beim Arbeiten.
Hat man dann erstmal den Temperaturschock überwunden, wird der morgendliche Blick in den Spiegel, von Wochentag zu Wochentag schlimmer - die Augenringe werden immer und immer dunkler. Nach der Dusche und dem Gang in das immernoch a***kalte Schlafzimmer (warum zum Teufel stellt man seinen Kleiderschrank eigentlich ind das kälteste Zimmer der Wohnung. Ist doch eigentlich dämlich! Und nein - ich kann meine Sachen nicht mit ins Bad nehmen, dann wären sie nach meiner Dusche leicht feucht... ich dusche sehr heiß, worauf hin mein Schatz immer ins Bad kommt und sagt: Ach, es ist wieder Saunazeit... und dann das rasieren sein lässt, oder es danach bei offenem Fenster machen muss, damit er im Spiegel was sehen kann.) folgt die erste wichtige Entscheidung des Tages: Was ziehe ich an? Dazu konsultiert man dann die Wetter-App und stellt vorsorglich auch das Radio an - zwei Meinungen sind besser als eine. Aus dem Radio plärren einem aber zwei furchtbar gut gelaunte Radiomoderatoren entgegen, wo man sich denken muss - ich brauche ca. zwei bis drei Stunden um morgens in diese Stimmung zu kommen! Ich will nicht wissen, wann DIE aufstehen müssen! Und hört doch bitte auf mich anzuschreien! Wenn man von denen dann auch endlich mal das Wetter erfahren hat, ist die Entscheidung der Unterwäsche, Socken und Hose oder Rock zumindest schon mal gefallen - dann muss man also nur noch wissen: dicke oder dünne Strumpfhose, Langarm- oder Kurzarmshirt, Cardigan oder Fleecejacke. Mein derzeitiges Problem bei dem Wetterbericht ist nur, wenn sie sagen im Süden Niedersachsens, besonders in dem und dem Gebiet wird es so uns so, aber in dem und dem Gebiet so, dann weiß ich nicht - in welches Gebiet gehört jetzt eigentlich Göttingen. Also lieber zu warm anzeihen - im Büro ist es sowieso immer kalt! Spätestens auf dem Weg zur Arbeit merke ich dann, ok passt, mist zu warm oder sch*** ist das kalt! 
Und dann... sitzt man ja eigentlich nur von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Büro am Rechner. Keine schwere körperliche Arbeit, keine Gruppenarbeiten, in denen man sich mit eigenwilligen Kommilitonen rumschlagen muss, keine kunstphilosophischen Texte, die von dem Dozenten lang und breit besprochen werden, in einer Art und Weise, dass es auch schon fast wieder ein kunstphilosophischer Text werden könnte und man sich denkt: Wovon zum Teufel redet die da eigetlich? Und trotzdem verlasse ich gegen Abend das Büro und bin so richtig knülle! Fertig! Bettreif! (Ja, ich habe schon mehrfach überlegt, direkt nach der Arbeit schlafen zu gehen, aber meistens habe ich noch Hunger und brauch noch ein paar Folgen einer amerikanischen Sitcom, um abzuschalten.) Und das nur vom am Rechner sitzen und arbeiten. Und weil ich ja eine fleißige Studentin bin (*hüstel*), habe ich mich diese Woche sogar an ZWEI Abenden noch hingestetzt und an meiner Hausarbeit geschrieben.
Deswegen war ich gestern Abend, als ich das Büro verlassen hab zum einen Überglücklich (jaaaaaaa! Wochenende!!! Geil!!! Morgen klingelt kein Wecker!!!! Schöööön!!!! Heute Abend kannst du lesen, bis du einschläfst und musst nicht um halb zehn denken: So jetzt aber Weg damit. Morgen gehts wieder zeitig raus!) und zum Anderen natürlich auch traurig. Meine zwei Wochen bei den "Händels" sind nun schon wieder rum und es war wirklich schön. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich habe wirklich wahnsinnig viel gelernt und das Team ist einfach super. Alle sind wirklich lieb und nett und das Klima ist auch sehr familiär. Ich arbeite ja gerne in so einem Klima, das macht mehr Spaß. Deswegen war und bin ich ja so gerne auf dem Theaterkahn. Aber so eine Stimmung wie dort, gibt es kein zweites Mal und ich werde wahrscheinlich alles kommende auch damit vergleichen.
Und nun bin ich sehr gespannt, was mich ab Montag erwartet. Das DT ist nun nochmal eine ganz andere Hausnummer - ein großes Theater mit ... ich weiß nicht, wievielen Mitarbeitern. Ich bin wirklich schon sehr neugierig und kann absolut nicht abschätzen, wie es dort sein wird. Aber - keine Angst - ich werde berichten!
So... nun setze ich mal eine Waschmaschine an und setze mich dann an meine Hausarbeit (oder... hat sich jemand gefunden? Ich möchte keinem etwas wegnehmen, dass er mir unbedingt abnehmen möchte! Nein? ... Verdammt!)
Bis ganz bald aus meinem kalten Zimmer (warum heizt diese blöde Heizung heute nicht?)

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