Montag, 12. Januar 2015

Zu viele Eindrücke - was soll man da nur schreiben?

Das neue Jahr ist noch keine 14 Tage alt und schon könnte man schreiben und schreiben und schreiben. Ich hab schon mehrere Posts angefangen und wieder verworfen, weil mir entweder die Zeit gefehlt hat um ihn zu vervollständigen oder weil mir schlicht weg die Worte gefehlt haben. 
Und ich muss zugeben, an vielen Stellen fehlt mir beides bis heute.

Das unspektakuläre Jahr 2014 ist nicht wirklich spektakulär zu Ende gegangen, aber dafür durfte ich mit Menschen in das neue Jahr starten, die mir wirklich am Herzen liegen. Es ist einfach unglaublich, wie schön es sich anfühlt, die Menschen wieder bei sich zu haben, die einem wichtig sind und mit denen man sich versteht und - ja das ist für mich ein wichtiger Faktor - mit denen man auch diskutieren kann. Leider macht einem das auch immer wieder bewusst, was einem im Alltag oft fehlt. Die Menschen, die mir so viel bedeuten, mit denen ich so gerne meine Zeit verbringe, leben leider alle viel zu weit weg von Lubu. Sie sind über ganz Deutschland verstreut und deswegen sehe ich sie leider viel zu selten. Als ich vor einer Woche wieder in unserer Wohnung angekommen bin, war ich zum einen froh, dass ich endlich den Koffer auspacken konnte und wieder in meinen vier Wänden war. Aber zum anderen war ich auch echt traurig, weil ich nie genau weiß, wann ich sie wieder sehe. Bei einigen ist es klarer und Gott sei Dank kein zu langer Zeitraum und bei anderen... bei anderen muss ich wahrscheinlich doch auf DAS Großereignis für meinen Schatz und mich in diesem Jahr warten, bis ich sie wieder bei mir habe. Aber dann! Aber dann hab ich sie (hoffentlich) alle wieder bei mir. Alle auf einmal! Ich glaube, an dem Tag werde ich mir wünschen, die Zeit anhalten zu können, damit der Moment nicht endet.
Aber es ist ein Moment in 2015 auf den ich hinfiebern kann. Einer von so vielen Momenten in 2015. 2014 war nicht sonderlich ereignisreich, dafür wird es 2015 umso spannender! Wir werden uns von der Zweisamkeit verabschieden (und die Zeit bis dahin ist die kürzeste und sie wird wahrscheinlich schneller vergehen, als wir denken können), wir werden unsere Masterarbeiten schreiben und uns einen Job suchen müssen (irgendwann muss der Ernst des Lebens ja mal losgehen), wir werden wahrscheinlich umziehen (wenn irgendjemand Spaß daran hat Umzugskisten zu packen - bitte melden. Mir graut es jetzt schon davor, alles wieder in Kisten zu verstauen. Mal schauen, wie viele mehr es dieses Mal sind...). Und wir werden unseren großen Tag haben. Und das nächste Weihnachten wird definitiv auch anderes als alle bisher. Anders als die gemütlichen Weihnachtstage in den letzten Jahren, an denen ich jede Stunde genossen hab. Ich werde auch die nächsten Weihnachten jede Stunde genießen, aber sie werden definitiv anders. Wahrscheinlich viel lebendiger. und vielleicht auch ein bisschen stressiger. 
Und das alles in einem Jahr! Wahrscheinlich sitze ich nächstes Silvester mit meinen zwei Männern irgendwo auf der Couch und verschlafe den Jahreswechsel, weil ich mich erstmal von den vielen Ereignissen 2015 erholen muss. :-D Oder ich bin genauso aufgeregt, wie dieses Jahr, weil auch 2016 nicht gerade langweilig wird. Ein paar Pläne haben wir ja auch dafür schon geschmiedet...

Und dass 2015 kein Jahr, wie jedes andere wird, das haben die ersten Tage ja auch schon gezeigt. Und das einem bei so vielen Ereignissen auch oft die Worte fehlen, auch das hat das neue Jahr schon gezeigt. Und wenn ich mir die derzeitigen Entwicklungen in der Welt so anschaue, die Pegida in Dresden, die Anschläge in Paris... irgendwie rauschen mir dabei tausend Dinge durch den Kopf, aber ich kann sie nicht in Worte fassen. Das einzige was ich da zur Zeit zu Stande bringen kann, ist eine dicke Falte auf der Stirn. So viele Leute äußern sich dazu, können das was sie dazu denken, in Worte fassen und in den Nachrichten und sozialen Netzwerken kundtun. Sie können sie fürchterlich aufregen und um Kopf und Kragen reden, mit anderen laut darüber diskutieren. Bei solchen Momenten sitze ich meistens nur daneben und kau auf meiner Unterlippe rum. Nicht, weil ich keine Meinung dazu habe, aber irgendwie .... ich weiß nicht... fällt es mir schwer, dass was ich dazu denke, so zu äußern, dass es andere verstehen. Weil ich erstmal eine Zeit brauche, um darüber nach zu denken. Weil ich meine Zeit brauche, um zu begreifen, was da eigentlich passiert ist und was für Wellen das schlagen kann und wird... Ganz einfach, weil mir bei sowas die Worte fehlen...