Diese Woche reg ich mich mal nicht auf. Ok, vielleicht nur ein kleines bisschen, aber nicht schlimm - keine Sorge also.
Nein, diese Woche steht für mich ganz im Zeichen der Heimat. Nach über acht Wochen Entzug von der guten Oberlausitzer Luft, meiner Familie und meinem guten alten Bett, hieß es gestern: Heimfahrt! Guuut! Heimfahrt heißt ja bei den Entfernungen: 10,5 Stunden Zug mit mindestens 4x umsteigen. Und damit man nicht erst Mitten in der Nacht zuhause ankommt, heißt das auch, dass der Wecker mal wieder zu Zeiten geklingelt hat, wo ich normaler Weise auf den Wecker schiele und mir denke: Sch*** Zeug! In zwei Stunden klingelt das Ding und ich muss aufstehen! Aber dieses Mal konnte ich es nicht beim Schielen belassen, sondern musste raus. Ins kalte Schlafzimmer. Und noch schlimmer ins kalte Bad! Da hatte mal wieder jemand die Heizung runter gedreht! Und ich "liebe" es, wenn ich in die Dusche steige und die Wanne ist kalt. Da friert man doch gleich an den Füßeln! Und wie hab ich doch letzte Woche bei meinem Super-Kurs gelernt: Die Füßchen müssen immer warm sein! Und nach der heißen Dusche, muss man wieder zurück ins kalte Schlafzimmer. Und ich darf mir dann immer von meinem Liebsten anhören: Ah! Ich darf wieder in der Sauna duschen! Danke mein Schatz! - Gerne, gerne, jeden Morgen nur für dich :-*
Und dann Frühstücken… ich liebe Frühstücken! Ich sitze gerne stuuuuuundenlang am Frühstückstisch, quatsche, nippe immer mal wieder an meinem Kaffee bzw. derzeit Kakao und blätter Kataloge durch oder tipp ein bisschen auf meinem Handy rum. Aber dazu muss es bitte schon hell sein und am besten 10 Stunden Schlaf hinter mir liegen. Gestern war es DUNKEL! Und kalt! Und dunkel! Und… es lagen irgendwie nur… vier Stunden schlaf hinter mir! (Ja, ich weiß, man sollte nicht zu einem Spieleabend gehen, wenn man am nächsten Tag stundenlang im Zug sitzen muss und dafür früh raus muss. Aber Taranteltango ist einfach ein geniales Spiel!!! Und wir haben wieder so viel gelacht!) Aber ich wollte von der Heimat erzählen.
Als also alles fertig war und ich sogar mal pünktlich fertig war (Ja, mein Schatz war stolz auf mich!) sind wir los. Verkehrsmittel Nummer eins um 7.12 Uhr - der Bus zum Bahnhof! Hier muss man dazu sagen, dass die Busfahrer von Ludwigsburg ihre Führerscheine wahrscheinlich gewonnen haben! Jedenfalls fahren sie, wie die Irren. Mit Vollgas anfahren und oh hoppla die Ampel ist rot - Vollbremsung. Geil! Macht sich super, wenn einem morgens sowieso immer schon schlecht ist und die Luft in dem Bus es nicht unbedingt besser macht. Deswegen sprüh ich immer ein bisschen Parfüm in mein Tuch - damit ich in Bussen, auf öffentlichen Klos und wo es sonst noch überall stinken kann, etwas habe, wo ich rein atmen kann, um nicht alles voll zu speien.
Am Bahnhof angekommen - kam auch bald schon das zweite Verkehrsmittel: ein Regionalexpress nach Stuttgart. Ja auf den Stuttgarter Bahnhof - Stuttgart 21! (Mittlerweile glaub ich schon 23 :P ) Aber wir haben durch die Wahl des RE anstatt S-Bahn das Rumsuchen nach dem richtigen Gleis auf der Baustelle vermieden, sodass ich mich beim Yormas noch für einen Tee anstellen konnte und meinem Liebsten noch eine Süddeutsche Zeitung besorgen konnte. (Nein, dass konnte er nicht selber machen - er war Kofferverantwortlicher!) Und dann ging es auch schon in Verkehrsmittel 3: Der InterCity nach Nürnberg mit Nickerchen Nummer eins. (Irgendwann muss man den Schlaf ja mal nachholen!) In Nürnberg war das Umsteigen auch noch ganz entspannt! 20 Minuten um von Gleis 15 auf Gleis 21 zu kommen. War auch wirklich entspannt - ich hatte ja meinen Kofferverantwortlichen ;)
In Hof, nach Zug Nummer 4, war das dann schon stressiger. Da waren nur 3 Minuten Zeit, aber da mussten wir auch nur schräg gegenüber zum Zug gehen. Also auch - stressfrei. (Ist ja wichtig! Stress ist ja nicht gut…) Und in Dresden, nach Nickerchen 2 zwischen Zwickau und Chemnitz, war das Umsteigen auch entspannt - ausm Zug raus und gegenüber wieder rein. Und dann war auch schon die letzte Stunde angebrochen… Im Nachhinein muss ich sagen, war zwar sch***lang, aber irgendwie war niemand unterwegs über den ich mich aufregen könnte. Müsste ich mal meinen Liebsten fragen, weil ich habe, glaube ich, einfach zu viel geschlafen, als dass ich mich über irgendwas aufregen könnte….
In Ebersbach angekommen hat uns mein liebster Papi abgeholt und uns nach Hause gefahren. Zuhause gab es lecker Abendbrot und wir haben uns einen gemütlichen Abend gemacht. Heute war ich mit meiner liebsten Oma in der Stadt unterwegs und gleich geht's mit der ganzen Familie, also auch meinen liebsten Großeltern und mit meinem Onkel und Tantchen, zum Essen! Ich liebe sowas! Ich genieße es so sehr, wenn ich mal wieder alle meine Liebsten um mich rum habe und alle gesund, glücklich und zufrieden sind. Deswegen freu ich mich jetzt grad so sehr, dass es gleich los geht. Ihr seht… ich reg mich nicht nur auf. Ich genieße noch mehr die schönen Momente, wenn ich die Menschen um mich hab, die mir wichtig sind.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen